Silvester 2021: Feuerwerkskörper explodiert – 20-Jähriger in Thüringen stirbt - WELT (2023)

Anzeige

Das neue Jahr hat begonnen – an vielen Orten erneut ruhiger als vor der Corona-Pandemie. In Deutschland und großen Teilen Frankreichs durfte vor dem Jahreswechsel kein Feuerwerk verkauft werden, um die Rettungsdienste und Krankenhäuser nicht durch Verletzte weiter zu belasten – trotzdem waren Böller zu hören und Raketen zu sehen, Teile davon stammten mutmaßlich aus illegalen Quellen.

Anzeige

Das Hantieren mit vermutlich selbstgebauten Böllern kostete einen Mann in Hennef bei Bonn das Leben. In Thüringen starb ein 20-Jähriger bei der Explosion eines Feuerwerkskörpers.

Private Feiern waren in Deutschland wegen der Pandemie und vor allem aus Furcht vor der neuen Omikron-Virusvariante nur in kleinem Rahmen erlaubt. Große Feiern wie die traditionelle Silvestersause am Brandenburger Tor fielen häufig gleich ganz aus – ebenso das dazugehörige große Feuerwerk.

Berlin mal ohne „kriegsähnliche Zustände“

Anzeige

In Berlin versammelten sich in der Nähe um Mitternacht „mehrere Tausend Menschen“, wie Polizeisprecher Thilo Cablitz sagte. Viele von ihnen hätten den Jahreswechsel am Brandenburger Tor feiern wollen und seien auf dem Boulevard Unter den Linden zu nah beieinander gestanden. Beamte hätten die Menschen aufgefordert, das Gebiet zu verlassen, die Menschenmenge habe sich nach und nach aufgelöst.

Lesen Sie auch

Silvester 2021: Feuerwerkskörper explodiert – 20-Jähriger in Thüringen stirbt - WELT (1)

Advertorial Robo-Advisor

Mit Quirion in wenigen Schritten zum ETF-Sparplan

Die Berliner Polizei hatte vor Mitternacht auf Twitter darauf hingewiesen, dass die Fernsehshow „Willkommen 2022“ des ZDF von außen nicht einsehbar sei. Auf der Bühne traten unter anderem Bonnie Tyler, Adel Tawil und die Band Glasperlenspiel auf – wegen der Pandemie ohne Publikum.

Silvester 2021: Feuerwerkskörper explodiert – 20-Jähriger in Thüringen stirbt - WELT (2)

Bei Explosionen wurden zwölf Menschen verletzt. Alle mussten zur Behandlung in Kliniken gebracht werden, wie die Feuerwehr am Neujahrsmorgen mitteilte. Der jüngste Verletzte ist laut Feuerwehr ein elfjähriger Junge.

Anzeige

Ein junger Mann in Berlin-Moabit wurde bei einer Auseinandersetzung mit einem Messer schwer verletzt. Laut Aussagen von Zeugen soll der 20-Jährige mit einem anderen Mann aneinandergeraten sein. In der Folge soll der Tatverdächtige ein Messer gezogen und zugestochen haben, wie die Polizei am Neujahrstag weiter mitteilte. Anschließend floh der Angreifer vom Ort des Geschehens. Der junge Mann kam mit einer schweren Verletzung am Unterarm in ein nahes Krankenhaus und musste dort notoperiert werden.

Im weiteren Verlauf stellte die Polizei zwei Jugendliche, die verdächtigt werden, mit der Tat im Zusammenhang zu stehen. Der 16-Jährige und ein 19-Jähriger hatten zunächst versucht, sich einer Festnahme zu entziehen, wie es von der Polizei hieß. Erst nach Abgabe eines Schusses in die Luft durch Einsatzkräfte wurden die beiden gefasst. Weitere Ermittlungen brachten die Identität des noch flüchtigen mutmaßlichen Messerstechers ans Licht. Die Fahndung nach dem Tatverdächtigen und Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauerten an.

Zwei schwer Verletzte in Hamburg

Mindestens zwei Menschen wurden in Hamburg beim Abbrennen von Feuerwerk schwer verletzt. In Bramfeld explodierte nach Angaben der Polizei ein Böller in einer selbstgebastelten Abschussvorrichtung und verletzte einen 50-jährigen Mann schwer im Gesicht. Er schwebe in Lebensgefahr. In einem anderen Fall müsse einem Mann nach missglückter Böllerei möglicherweise eine Hand amputiert werden. Trotz eines verhängten Ansammlungsverbote waren nach Worten der Beamten Tausende Menschen in der Innenstadt unterwegs – in St. Pauli rund 10.000, rund um die Binnenalster 2500 und an den Landungsbrücken etwa 2000.

Streit mit Polizei in Baden-Württemberg

Anzeige

Anzeige

In Stuttgart kam es gegen Mitternacht beim zentralen Schlossplatz zu Auseinandersetzungen zwischen Feierwütigen und der Polizei. Einige aggressive Partygänger hätten die Beamten bedrängt und mit Böllern beworfen. Die Polizei ging nach eigenen Angaben mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die Menge vor. Ein Polizist habe ein Knalltrauma erlitten, zwei weitere seien leicht verletzt worden.

Kleinere Einsätze in Brandenburg

Auch die Menschen in Brandenburg haben ins neue Jahr 2022 gefeiert. Das Lagezentrum der Polizei meldete für die Silvesternacht mehrere Einsätze. Es sei zu einigen Auseinandersetzungen und Körperverletzungen gekommen, sagte ein Sprecher in der Nacht zum Samstag. Außerdem habe es einige Verstöße wegen illegaler Böller gegeben. Eine genaue Bilanz zu den Einsätzen erwartete er erst für Samstagmorgen.

Mehr zum Thema Übersterblichkeit

Silvester 2021: Feuerwerkskörper explodiert – 20-Jähriger in Thüringen stirbt - WELT (3)

Unvollständige Corona-Daten

„Das Land versinkt für drei Wochen in der Unwissenheit“

Silvester 2021: Feuerwerkskörper explodiert – 20-Jähriger in Thüringen stirbt - WELT (4)

Corona-Übersterblichkeit

Was die Totenschein-Daten 2020 tatsächlich belegen

Silvester 2021: Feuerwerkskörper explodiert – 20-Jähriger in Thüringen stirbt - WELT (5)

Pandemiefolgen

Die rätselhafte Übersterblichkeit im Herbst

Silvester 2021: Feuerwerkskörper explodiert – 20-Jähriger in Thüringen stirbt - WELT (6)

Knappe Intensivkapazitäten

Jetzt erreicht das Triage-Dilemma die Ampel

Menschen in NRW starten überwiegend ruhig - ein Toter in Hennef

Bei der Explosion eines Feuerwerkskörpers in Hennef bei Bonn ist ein Mann ums Leben gekommen, ein weiterer wurde schwer verletzt. Die beiden 37 und 39 Jahre alten Männer hatten mit einer zehnköpfigen Gruppe Silvester gefeiert. Kurz nach Mitternacht hatten sie sich Zeugenaussagen zufolge etwas von der Gruppe abgesetzt. Plötzlich habe es einen sehr lauten Knall gegeben und die beiden hätten schwer verletzt am Boden gelegen.

Der 37-Jährige starb trotz Wiederbelebungsversuchen noch an der Unfallstelle im Hennefer Ortsteil Hüchel; der 39-Jährige wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik gebracht. Ein Polizeisprecher vermutete am frühen Samstagmorgen, dass es sich bei dem Feuerwerkskörper um einen selbstgebauten Böller gehandelt haben könnte. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf. Zuvor hatte die „Bild“ über den Unfall berichtet.

Silvester 2021: Feuerwerkskörper explodiert – 20-Jähriger in Thüringen stirbt - WELT (7)

In Köln kamen nach Angaben eines Polizeisprechers ab Mitternacht relativ viele Menschen in die Innenstadt und ans Rheinufer. Vor allem in Außengastronomie-Bereichen in der Altstadt und auf den Ringen seien Abstände nicht eingehalten worden. Das Ordnungsamt löste mehrere illegale Partys mit Hunderten Teilnehmern auf und schloss zwei Clubs.

Die Polizei registrierte in Köln und Leverkusen deutlich mehr Straftaten als beim Jahreswechsel 2020/21. 235 Strafanzeigen wurden gefertigt (Vorjahr: 34), darunter allein 69 wegen Körperverletzungsdelikten, teilte die Polizei am Neujahrstag mit. So war in der neu eingerichteten Waffenverbotszone ein Mann von einem etwa 25 Jahre alten Unbekannten mit einem Klappmesser schwer am Arm verletzt worden. Der 31-jährige Angegriffene hatte bisherigen Ermittlungen zufolge einem von mehreren Personen bedrängten Freund helfen wollen. Der Tatverdächtige war geflohen.

Auch in Düsseldorf war die Polizei nach eigenen Angaben gut beschäftigt. In der Altstadt habe es zeitweise größere Menschenansammlungen gegeben, so dass Polizei und Ordnungsamt vereinzelt Ermahnungen ausgesprochen hätten. Größere Probleme habe es in der Nacht aber zunächst nicht gegeben. In Münster und Dortmund dagegen war laut Polizei kaum etwas los. „Hier ist tote Hose“, hieß es aus Münster.

Ein Toter in Thüringen

Anzeige

Anzeige

Bei der Explosion eines Feuerwerkskörpers ist ein 20-Jähriger in Thüringen tödlich verletzt worden. Der junge Mann habe den Böller gezündet, der dann explodierte, sagte ein Polizeisprecher am Samstagabend auf Anfrage. Der Vorfall habe sich in der Silvesternacht in einem Ort im Saale-Holzland-Kreis ereignet. Die Polizei hatte über die tödliche Explosion zunächst nicht berichtet, um die Angehörigen zunächst über den Tod des 20-Jährigen zu informieren.

Wie es zu dem tödlichen Unfall kommen konnte, werde noch ermittelt, sagte der Polizeisprecher. Es werde untersucht, ob es sich bei dem Feuerwerkskörper möglicherweise um einen Eigenbau oder einen Import handele. Die Ermittlungen würden von der Kriminalpolizei geführt.

Lesen Sie auch

Silvester 2021: Feuerwerkskörper explodiert – 20-Jähriger in Thüringen stirbt - WELT (8)

Internationaler Kurswechsel

Plötzlich scheint das Corona-Ende in Sicht

Lesen Sie auch

Silvester 2021: Feuerwerkskörper explodiert – 20-Jähriger in Thüringen stirbt - WELT (9)

Jahreswechsel

Und doch steigen wieder viele Raketen in den Silvesterhimmel

Neben dem Verkauf war auch das Zünden von Böllern und Raketen in der Öffentlichkeit verboten. Neben den geltenden Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene, der Sperrstunde für die Gastronomie und dem Tanzverbot in Clubs und Diskotheken galt in der Silvesternacht auch ein Ansammlungsverbot. Das heißt, dass sich nicht mehr als zehn Menschen im öffentlichen Raum treffen oder zusammenstehen durften.

Silvester 2021: Feuerwerkskörper explodiert – 20-Jähriger in Thüringen stirbt - WELT (10)

Frankfurt – friedliche Stimmung

In Frankfurt versammelten sich an Mitternacht zahlreiche Menschen am Mainufer und auf den Brücken, die nicht gesperrt waren. Nach Angaben eines Polizeisprechers gab es keine größeren Zwischenfälle, es blieb weitgehend friedlich. Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften in der gesamten Innenstadt unterwegs. Die Stimmung war überwiegend entspannt und friedlich, einige tanzten auf den Straßen.

Silvester 2021: Feuerwerkskörper explodiert – 20-Jähriger in Thüringen stirbt - WELT (11)

Bei milden Temperaturen waren in der Einkaufsmeile Zeil viele Menschen unterwegs, ähnlich wie an Sommerabenden. Vor einem Club bildete sich eine lange Warteschlange, alle Plätze waren nach Angaben eines Mitarbeiters ausverkauft.

In der Altstadt und auf den Mainbrücken waren kleine Gruppen unterwegs, dabei blieb der Alkoholpegel zunächst niedrig. Auch als um 22.00 Uhr der „Eiserne Steg“, eine der Fußgängerbrücken, für fünf Stunden gesperrt wurde, gingen die meisten ohne Proteste zurück ans Ufer. „Wenn es so bleibt, wird es eine problemlose Nacht“, hoffte ein Polizist an der abgesperrten Brücke.

Silvester in Niedersachsen und Bremen auch ruhig

Auch für die Polizei in Niedersachsen und Bremen lief der Silvesterabend größtenteils ruhig ab. Am Abend und kurz nach dem Jahreswechsel war die Lage für die Einsatzkräfte in Göttingen entspannt. Es habe nur kleinere Vorkommnisse gegeben, sagte eine Polizeisprecherin. Auch in Braunschweig und Oldenburg war die Polizei zufrieden mit dem Einsatzgeschehen. „Es ist deutlich ruhiger als in den letzten Jahren“, sagte ein Polizeisprecher aus Oldenburg. Bei den meisten Anrufern handelte es sich demnach um Anwohner, die unerlaubtes Böllern meldeten. Auch in der Landeshauptstadt blieb es trotz vieler Menschen auf den Straßen ruhig für die Einsatzkräfte. „Ich bin angenehm überrascht“, sagte ein Sprecher der Polizei Hannover um kurz vor 01.00 Uhr nachts. Größere Auseinandersetzungen oder Verletzte habe es nicht gegeben.

Bei der Explosion einer Gasflasche während einer Silvesterfeier in Melle wurden mehrere Menschen verletzt, einer davon lebensgefährlich. Die Gasflasche war aus noch ungeklärten Gründen im Anbau eines Einfamilienhauses explodiert.

Anzeige

Anzeige

„Die meisten Leute halten sich anscheinend an die Regeln“, sagte ein Sprecher der Polizei in Lüneburg. Kurz nach dem Jahreswechsel hatte es dort keine größeren Lagen gegeben. In Bremen gab es für die Polizei viele kleinere Einsätze. „Wir haben eine normale Silvesternacht. Bisher gibt es aber noch keine ganz außergewöhnlichen Einsätze“, sagte ein Polizeisprecher um kurz nach Mitternacht. Auch in Bremerhaven gab es für die Polizei am Abend keine größeren Zwischenfälle. Nur vereinzelt wurden Böller geknallt oder Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln begangen. Die Beamten waren sowohl in Einsatzkleidung als auch zivil unterwegs. Unterstützung erhielten sie von ihren Kollegen aus Bremen und auch von der Bereitschaftspolizei.

Für Bremen galt im gesamten Bundesland ein Feuerwerksverbot, sogar auf Privatgrundstücken. Über Silvester und Neujahr waren dort auch Demonstrationen verboten. In Niedersachsen war das Zünden und auch Mitführen von Feuerwerk und Böllern auf belebten und öffentlichen Plätzen verboten. Welche Plätze, Straßen und Wege das waren, legten die Landkreise und kreisfreien Städte laut Corona-Landesverordnung im Vorfeld selbst fest.

Ruhige Nacht auch in Mecklenburg-Vorpommern

Auch die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern haben das Pandemiejahr weitgehend ruhig abgeschlossen. Die Lage war nach Einschätzung der Polizei recht entspannt. Herausragende Einsätze gab es zunächst nicht, wie ein Sprecher des Innenministeriums am frühen Neujahrsmorgen mitteilte. Es gab zwar kleinere Schlägereien, größere Partys mussten demnach zunächst aber nicht aufgelöst werden. Einem Sprecher der Rostocker Polizei zufolge wurde zum Jahreswechsel auch viel Feuerwerk abgebrannt.

Lesen Sie auch

Silvester 2021: Feuerwerkskörper explodiert – 20-Jähriger in Thüringen stirbt - WELT (12)

Schleswig-Holstein

Tausende Disco-Besucher in Quarantäne – Gesundheitsminister will handeln

Im Nordosten galt zum Jahreswechsel ein striktes Verkaufsverbot für Pyrotechnik. Die Kommunen hatten zusätzlich die Möglichkeit, Böller und Raketen in bestimmten Bereichen zu verbieten. Dort war dann nur Kleinfeuerwerk erlaubt, das auch für den Gebrauch im Haus geeignet ist, wie etwa Wunderkerzen. Laut Innenministerium machten Städte und Kommunen regen Gebrauch von der Regelung. Auf dem eigenen Grundstück durfte aber grundsätzlich Feuerwerk gezündet werden.

An Silvester galt außerdem ein Ansammlungsverbot auf öffentlichen Plätzen. Feiern in Gaststätten waren angesichts der hoch ansteckenden Omikron-Variante ebenfalls verboten. Geimpfte und Genesene mussten ihre privaten Treffen auf höchstens zehn Menschen begrenzen. Menschen ohne Corona-Impfschutz durften sich mit höchstens zwei Menschen eines anderen Haushalts treffen.

Im Vorfeld hatte Innenminister Christian Pegel (SPD) angekündigt, die Polizei werde mit den kommunalen Ordnungsbehörden konsequent gegen die Missachtung von Auflagen vorgehen.

„Typische Silvesternacht“ – Sachsen-Anhalt

Anzeige

In der Silvesternacht hat es in Sachsen-Anhalt der Polizei zufolge keine besonderen Vorkommnisse gegeben. Die Menschen seien verhältnismäßig ruhig ins Jahr 2022 gekommen, sagte ein Sprecher der Polizei in Stendal in der Nacht zu Samstag. Auch in Halle sei „nichts Herausragendes“ passiert, sagte eine Sprecherin des Lagezentrums.

Die Böllerei habe sich in Grenzen gehalten. Vereinzelt sei es zu kleineren Bränden, etwa in Mülleimern oder Briefkästen gekommen. Hier und da seien Menschen alkoholisiert mit dem Auto gefahren – „„eine ganz typische Silvesternacht“, sagte eine Sprecherin. Einen genaueren Überblick soll es am frühen Morgen geben.

Ausschreitungen in Leipzig ohne Verletzte

In Leipzig wurde ein Mann beim Zünden eines vermutlich ebenfalls selbstgebauten Böllers lebensbedrohlich verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Bis nach Mitternacht sei es für Silvester atypisch ruhig gewesen, berichtet die Polizei in Leipzig. Etwa eine halbe Stunde nach Mitternacht seien Meldungen zu brennenden Gegenständen auf einer Straßenkreuzung eingegangen. Auf der Eisenbahnstraße hätten sich Personen „im mittleren dreistelligen Bereich“ gesammelt. Aus einer Gruppe heraus seien Einsatzkräfte und Fahrzeuge der Polizei beworfen worden.

Die Lage sei zunächst dynamisch und unübersichtlich, gegen 2.00 Uhr aber wieder unter Kontrolle gewesen, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht. Es habe keine Verletzten gegeben. Nun ermittelt die Polizei wegen Landfriedensbruchs. Mitte Dezember war es auf der Straße bereits zu Ausschreitungen gekommen.

Auch in Dresden, Zwickau und Chemnitz blieben größere Vorkommnisse aus. Zwar sei entgegen des für öffentliche Plätze geltenden Böllerverbots auch „hier und da“ illegal Pyrotechnik gezündet worden, insgesamt sei es aber weitgehend ruhig geblieben. Einzelne kleinere Brände und Beschwerden gehörten zum üblichen „Silvester-Tagesgeschehen“. Belastbare Zahlen zu den Einsätzen sollten in den Morgenstunden folgen.

Die Polizei hatte sachsenweit nach eigenen Angaben kein verstärktes Einsatzaufkommen zur Einhaltung der Corona-Regeln. Auch die für den Silvesterabend angekündigten Zusammenkünfte im Protest gegen die Corona-Maßnahmen in mehreren Städten konnten von der Polizei meist nicht bestätigt werden. Vereinzelt hätte sich eine Handvoll Menschen eingefunden, größere Versammlungen seien aber ausgeblieben.

Top Articles
Latest Posts
Article information

Author: Jonah Leffler

Last Updated: 01/01/2023

Views: 6053

Rating: 4.4 / 5 (65 voted)

Reviews: 88% of readers found this page helpful

Author information

Name: Jonah Leffler

Birthday: 1997-10-27

Address: 8987 Kieth Ports, Luettgenland, CT 54657-9808

Phone: +2611128251586

Job: Mining Supervisor

Hobby: Worldbuilding, Electronics, Amateur radio, Skiing, Cycling, Jogging, Taxidermy

Introduction: My name is Jonah Leffler, I am a determined, faithful, outstanding, inexpensive, cheerful, determined, smiling person who loves writing and wants to share my knowledge and understanding with you.